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Einer Studie des indischen Umweltministeriums zufolge, wird die Durchschnittstemperatur in Andhra Pradesh bis 2080 um 2,5 °C im Vergleich zu 2012 steigen. Als Folge von zerstörerischen Landbaupraktiken und dem Klimawandel sind Bodenerosion und Degradation bis zu Desertifikation möglich und schon beobachtbar. Die Anfälligkeit landwirtschaftlicher Kulturen für Krankheiten und Schädlinge nimmt zu und erschwert gute Erträge.

Hunderttausende indische Kleinbauern haben schon Selbstmord begangen, da sie keinen anderen Ausweg aus ihrer Notlage sahen, allein 400 davon innerhalb eines Monats in der Provinz Andhra Pradesh. Ohne eine grundlegende Änderung der landwirtschaftlichen Praxis geht die Lebensgrundlage der Menschen dauerhaft verloren.

 

Mit dem Modell der ökologischen Agroforstwirtschaft können Kleinbauern in der Region auf weniger arbeits-& kostenintensive, resiliente, wassersparende und hitzeverträgliche landwirtschaftliche Systeme umstellen. Durch den Anbau diverser verholzender und krautiger Pflanzen verteilt sich das ökonomische Risiko auf mehrere Standbeine und es kommt zu positiven ökologischen Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Pflanzen, die den Boden und das Mikroklima verbessern. Die Aufforstung mildert so die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Außerdem werden große Mengen Kohlenstoff in den Bäumen und im Boden gespeichert. Durch die Regenwasserspeicherung auf dem Gelände der Farm und bei Kleinbauern sowie durch die Durchführung der Workshops soll erreicht werden, dass die Farmer auch in länger andauernden Trockenperioden genügend Wasser zur Bewirtschaftung ihrer Felder zur Verfügung haben. Längerfristig kann dadurch auch ein Anstieg des Grundwasserspiegels erreicht werden, was zu einer sicheren Wasserversorgung der Dörfer in unmittelbarer Umgebung der Farm führt.

 

Durch digitale und analoge Workshops und Seminare, sowie den Aufbau einer Bibliothek und eines

Computerraumes können sich interessierte Landwirte und Menschen aus den umliegenden Dörfern

über nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschutz im Allgemeinen informieren. Viele Bauernfamilien und Schulen haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert.

Durch den Aufbau eines Verarbeitungszentrums und das Haltbarmachen der Rohprodukte wird Wertschöpfung generiert, so kann den Bauern ein fairer und vor allem marktunabhängiger Preis gezahlt werden. Mit Agrotourismus soll zusätzliches Einkommen generiert werden um weitere Kleinbauern bei der Umstellung auf nachhaltige Landnutzung zu unterstützen.

 

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Projekt ist so angelegt, dass Kleinbauern das Modell der ökologischen und an die lokalen Bedingungen angepassten Agroforstwirtschaft auf ihrem eigenen Land übernehmen können. Es wurden und werden dafür verschiedene Blueprints angefertigt, die direkt oder wenn gewünscht nochmals an die spezielle Situation der Familie angepasst, übernommen werden können. Im Idealfall breitet sich das Modell in der Region immer weiter aus und erreicht über mehrere Kanäle (Bildungszentrum, Mund zu Mund Propaganda, Internet, Netzwerk der lokalen Organisation) immer mehr interessierte Menschen.

Unsere Zielgruppe sind vor allem Kleinbauern, deren Lebensgrundlage durch klimatische und sozio-ökonomische Veränderungen bedroht ist. Doch auch viele Jugendliche und Schüler werden durch das Umweltbildungszentrum profitieren und kostenlos and Seminaren und Workshops teilnehmen können. Innerhalb von zwei Jahren soll das Zentrum durch Erträge aus Verarbeitung und Vermarktung von in ökologischer Agroforstwirtschaft erzeugten Produkten und Einnahmen aus dem Ecotourismus finanziell selbstständig sein und eine reichhaltige Ressource nicht nur für Kleinbauernfamilien sein.

Mit dem Modell der ökologischen Agroforstwirtschaft können über 10 Jahre mehrere hundert

Kleinbauern in der Region auf weniger arbeits-& kostenintensive, resiliente, wassersparende

und hitzeverträgliche landwirtschaftliche Systeme umstellen.

 

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Klimawandel geht uns alle an! Nach Angaben des Statistischen Amts der EU verursachte im Jahr 2017 jeder Deutsche im Schnitt 11,3 Tonnen Treibhausgase. Das ist einer der höchsten Werte weltweit. Durch Agroforstwirtschaft, also das Pflanzen von Bäumen, kann man seinen CO2 Ausstoß kompensieren und gleichzeitig die Bauern vor Ort unterstützen.

 

Was passiert mit Spendengeldern?

Da das deutsche Team ehrenamtlich arbeitet, kommt das Geld zu 100% den Menschen vor Ort zu Gute.

Mit 5000 Euro können wir die Demonstrationsfarm fertig aufbauen, 1000 weitere Bäume pflanzen und eine Ölmühle sowie eine Pulverisiermühle zur Verarbeitung anschaffen. Außerdem wird der Arbeitsplatz eines indischen Mitarbeiters für ein Jahr gesichert.

 

Mit 40 000 Euro können wir zwei Eco-Huts für die Unterbringung von Touristen bauen und eine professionelle Verarbeitung der Produkte sicherstellen. Das Gehalt von zwei weiteren Mitarbeitern ist für zwei Jahre sichergestellt, sowie die Pflanzung von zehntausenden Bäumen für die Kleinbauern unserer Kooperative.

 

Worum geht es im Projekt?

Franziska Weissoertel und Monja Müller studierten Umweltplanung und Ingenieurökologie an der TU München und sind schon seit mehreren Jahren international, besonders in Entwicklungsländern, wissenschaftlich und in der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten im Umweltbereich tätig.

Projektkoordinator Prasad Aluganti kommt aus Madanapalle und hat über 30 Jahre Erfahrung in der NGO Arbeit und Projektleitung vor Ort.

Betriebsleiter Sagar Dhara arbeitet seit 10 Jahren mit Prasad zusammen, hat Erfahrung in der Landwirtschaft und großes Interesse an ökologischem Landbau.

Wer steht hinter dem Projekt?